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Kühlungsborn: Beschlagnahme von Privateigentum zur Flüchtlingsunterbringung

Enteignung durch die Hintertür oder Lobbyarbeit für das Hotelgewerbe?

Im Ostseebad Kühlungsborn (Landkreis Rostock) soll es den privaten Besitzern von Ferienwohnungen an den Kragen gehen, wenn es die Situation erfordern sollte.
Bürgermeister Rainer Karl (parteilos) sagte auf einer Einwohnerversammlung, dass als Möglichkeit erwogen werde, Asylbewerber/Flüchtlinge in beschlagnahmten Ferienwohnungen, auch gegen den Willen der Eigentümer, unterzubringen.
Diese Maßnahme würde die Existenz vieler kühlungsborner Bürger bedrohen denn die Einkünfte aus dem Vermieten von Ferienunterkünften stellt für viele die Haupteinnahmequelle dar.
Vor einiger Zeit gab es schon mal Empörungen unter den Bürgern als es Änderungen im Flächennutzungsplan von Kühlungsborn geben sollte. Bereiche wo das Vermietungsgewerbe bislang ohne Einschränkungen betrieben werden konnte, sollten als reine Wohngebiete ausgeschrieben werden, was dann das Betreiben eines Gewerbes untersagt. Nutznießer dieser Maßnahme wären hier die Hotelbetreiber, je weniger Feriengäste in privaten Vermietungen untergebracht sind um so ausgebuchter sind die Hotels.

Jetzt ein neuer Angriff auf das private Vermietungsgewerbe, sollte die Aufnahmekapazität der Stadt erschöpft sein wolle man die Eigentümer von privaten Ferienwohnungen in die Verantwortung nehmen und diesen Wohnraum beschlagnahmen.

Zur Zeit besitzt die Stadt Kühlungsborn 60 Plätze für die Unterbringung von Flüchtlingen von denen 39 bereits belegt sind. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann diese drakonischen Maßnahmen durchgesetzt werden.

Wie es scheint will man hier „Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“. Auch hiervon würden wieder die Hotels profitieren und man löst das Flüchtlingsproblem auf kosten der Bürger.

Da sollte der Bürgermeister sich dann auch die unbequeme Frage gefallen lassen, welches Lied er am lautesten singt – das der kühlungsborner Bürger oder das der Hotelketten.

Weiterhin sollte man sich vor Augen halten, dass solch eine Beschlagnahme von privatem Eigentum einer Enteignung gleich kommt, denn für viele würde das die Zerstörung ihrer Existenz bedeuten.

Es ist nur zu hoffen, dass der Bürgermeister bald wieder zur Vernunft kommt und andere, bessere Wege findet um das Flüchtlingsproblem zu lösen.

Ansonsten sollte der Bürger sich auch mal mit dem Gedanken vertraut machen, offen dagegen aufzutreten und sich zum Widerstand gegen solche totalitären Maßnahmen zusammenzuschließen.

 

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