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Deutsche Medien unter Fremdeinfluss

Ursprünglich erschienen auf RIANOVOSTI

Deutsche Medien unter Fremdeinfluss? Ein Buch sorgt für Furore

An dieser Stelle wurde schon so manches Wort über das leidige Thema Meinungs-und Nachrichtenmanipulationen berichtet. Aus gutem Grunde, denn in den allgemeinen Massenmedien sind Täuschungen und Unwahrheiten heutzutage leider nicht selten zur selbstverständlichen Sache geworden. Nun ist ein Buch erschienen, welches die saturierte Medienwelt in gehörigem Maße erschüttert:  „Gekaufte Journalisten – Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken“.

Geschrieben hat es der ehemalige Korrespondent der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Udo Ulfkotte. Seine Abrechnung mit den korrupten Berichterstattern erklomm, ohne jegliche Werbung, schlagartig die Spitzenplätze der Bestsellerlisten.

Wie ist das enorme Interesse der Leser an diesem Thema zu erklären? Ganz einfach: Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass die ethische und moralische Verlässlichkeit unserer Medien an vielen Stellen schwer zu wünschen übrig lässt. Die Vorstellung, dass die tägliche Berichterstattung neutral und objektiv sei, ist bei vielen Menschen der bitteren Erkenntnis gewichen, dass, aus monetären wie vor allem auch ideologischen Gründen, häufig genau das Gegenteil passiert.

Ulfkotte geht in unerfreuliche, leider wahre Details. Er schildert die Abhängigkeit der allermeisten deutschen Redaktionsstuben von politisch einflussreichen, transatlantischen Zirkeln, die sich seit Jahrzehnten an der Spitze zahlreicher Verlagshäuser breit machen konnten. Längst ist das keine Verschwörungstheorie mehr, sondern wird durch namhafte Journalisten, die dem System den Rücken kehrten, immer wieder bestätigt und untermauert. Ulfkotte nennt Namen. Heute geht in den westlichen Medien so gut wie nichts mehr ohne die Zustimmung dieser Organisationen. Der Autor belegt mit messerscharfer Analyse die Zusammenhänge: Ob Bilderberger, Atlantikbrücke, Trilaterale Kommission, alle diese an US-administrativen Interessen ausgerichteten Kreise arbeiten mit ein und demselben Ziel, so der Journalist: „In Wahrheit geht es bei den ganzen transatlantischen Organisationen nur um Unterstützungsmaßnahmen für die Nato. Und die wird von den USA angeführt. Deutsche sind da nur die Vasallen.“

Müssen wir uns da noch wundern über die monotone Einseitigkeit des Blickwinkels Ukraine-Russland? Wollen wir noch fehlende Informationen einklagen wie etwa die Tatsache, dass die schlecht motivierten, schlecht ausgerüsteten ukrainischen Truppen, die vor Monaten wild in den Süden des Landes geworfen worden waren, von der Neurussischen Armee weitgehend zerstört wurden? Wer hat im Westen darüber berichtet? Warum ist das nicht geschehen?

Nein, wer sich mit den hier aufgeführten Fakten beschäftigt, muss Stück für Stück schließlich auch die letzten Illusionen ablegen, den Medien noch uneingeschränkt Glauben schenken zu können. Ganz deutlich werden die korrupten Strukturen in Ulfkottes Buch dargelegt, und wenn man es so liest, klingt es leider schon fast logisch: „Eine ganze Armee von auf den ersten Blick erscheinenden Agenten verdient Geld damit, deutsche Medien in ausländischem Auftrag zu beeinflussen, etwa in angeblich gemeinnützigen ´transatlantischen Freundschaftsorganisationen`. Deren Aufgabe ist es auch, deutsche Eliten in Politik und Medien von der geistigen Blockbildung mit Russland abzuhalten und auf pro-amerikanischen Kurs zu halten. Schließlich verfolgt Washington in Europa klare Ziele, zu denen auch ein neuer Kalter Krieg gehört.“

Dass man hierzu nun einmal die Leitmedien als Verbündete braucht, versteht sich von selbst. Der ehemalige FAZ-Journalist Ulfkotte macht keinen Hehl daraus und belegt seine Aussage umfassend: „Allein das amerikanische Verteidigungsministerium gibt schon seit vielen Jahren Milliarden dafür aus, um die Medienberichterstattung weltweit durch Propaganda gezielt zu beeinflussen.“ Bei der Berliner US-Botschaft, so der Autor, „konnte man in den letzten Monaten sogar Fördergelder abrufen, wenn man die öffentliche Meinung in Deutschland subversiv im Interesse Washingtons lenken will.“

Es liest sich spannend, dieses mutige Buch. Es nennt uns zahlreiche Namen der im Monopolsystem Agierenden, es zeigt uns die Gefahren des täglichen Nachrichtenkonsums. Vor allem weist es uns darauf hin, dass mit der zunehmenden Begriffsverwirrung und der fehlenden Wahrheitsliebe unserer großen Verlagsanstalten die Freiheit der Menschen zunehmend gefährdet wird.

An vielen Stellen möchte man den brisanten Band eigentlich am liebsten weglegen, denn zu viel Wahrheit auf einmal kann sich schon mal auf das Nervenkostüm und das Organ-Gefüge des Körpers schlagen. So weist Udo Ulfkotte darauf hin, dass heutzutage in Deutschland sogar schon Studenten an Hochschulen davor gewarnt werden, dass öffentlich-rechtliche Sender oder angeblich renommierte Zeitungen die Menschen manipulieren: „Wo Meinung immer mehr von den Medien gemacht und von deren Nutzern bloß noch rezipiert wird, gerät die Demokratie in Gefahr. Die Manipulation der Meinungsbildung beginnt bei tendenziöser Sprache…“

Einigen vor allem deutschen Journalisten dürfte das Buch zweifellos ordentlich Unbehagen bereiten, nicht nur, weil hier ausdrücklich die Namen der Trickser und Täuscher genannt werden. Sondern weil es wie ein fleckenloser Spiegel wirkt, der jeden Makel des derzeit herrschenden Machtsystems sichtbar werden lässt: Eine Belastung für das eigene Gewissen…

Wer mit dem Finger in einige östliche oder fernöstliche Länder zeigen und dort fehlende Meinungsfreiheit beklagen will, der sollte besser schnell aufwachen und sich in seinem eigenen Land umschauen. Es gibt viel zu erkennen. Es gibt unendlich viel zu tun.

Eva Herman

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