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Die verschwiegenen Ursachen der Jahrhundertkrise

Von Peter Haisenko aufgeschreiben im Jahr 2008 und gültiger denn je

Finanzkrise oder Systemkrise?

Die Welt wird eine andere sein“

Erst hieß sie Hypothekenkrise, dann Immobilienkrise und jetzt Finanzkrise. Es ist an der Zeit, dass diese Krise ihren richtigen Namen bekommt: Sie ist eine Systemkrise – die sich sehr wohl analysieren und für jeden verständlich machen lässt. Um zu verstehen, was die tieferen Ursachen dieser Krise sind und warum sie unvermeidlich war, muss man allerdings die Geschichte des Geldwesens im letzten Jahrhundert unvoreingenommen betrachten. Dann wird auch deutlich, dass diese Krise nicht zu Ende sein kann, solange nicht grundlegende Änderungen im Weltfinanzsystem erfolgen. Die Welt muss in Bezug auf das Geldwesen eine andere werden – und davor muss man sich keineswegs fürchten. Im Gegenteil: Wir dürfen uns auf eine gerechtere Weltordnung freuen.

Ein wesentlicher Grundsatz der Finanztheorie besagt, dass Geld ein legalisiertes Tauschmittel ist, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts blieb dieses Prinzip unangetastet. Die Geldwirtschaft war einfach und überschaubar: Der Wert des Geldes bezog sich auf den Wert des Goldes, und damit war die Geldmenge nicht beliebig vermehrbar. Die Goldmark, der US-Dollar und das britische Pfund kannten keine Inflation. Das britische Pfund hatte seinen Wert über vierhundert Jahre nicht nur gehalten, sondern sogar um zehn Prozent gesteigert. Die Menschen konnten ihre Altersversorgung durch erspartes Geld zuverlässig sichern.

Großbritannien startet mit dem Verfall des Pfunds ein Jahrhundert der Inflationen

Um 1900 erlebte die Wirtschaft Großbritanniens einen Niedergang, der dazu führte, dass Großbritannien ein wachsendes Außenhandelsdefizit aufbaute, das 50 Prozent seines Außenhandelsvolumens überstieg. Somit hatte Großbritannien ein ernsthaftes Problem. Diesem begegnete die Bank of England, indem sie einfach Geld druckte, damit die Importe bezahlt werden konnten. Dies war reine Geldschöpfung ohne Wertschöpfung und musste dazu führen, dass das britische Pfund erstmals eine Inflation erlebte. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts musste die Bank of England den Goldbezug des Pfundes aufgeben, weil zu viele Geldscheine ausgegeben worden waren. Der Bestand des British Empire war in akuter Gefahr.

Weiterlesen: http://www.anderweltonline.com/wirtschaft/wirtschaft-2013/die-verschwiegenen-ursachen-der-jahrhundertkrise/

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